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SPINNE DES JAHRES 2026 – DIE STREIFENKREUZSPINNE

Die Streifenkreuzspinne (Mangora acalypha) ist zur Spinne des Jahres 2026 gewählt worden. Damit rückt eine Art in den Fokus, die durch ihr auffälliges Erscheinungsbild und ihre besondere Lebensweise beeindruckt. Mit ihrem charakteristischen, länglich-ovalen Hinterleib, der von hellen und dunklen Streifenmustern geprägt ist, zählt sie zu den markantesten Vertreterinnen der Familie der Echten Kreuzspinnenfamilie. In Deutschland findet man sie vor allem in wärmebegünstigten Regionen, an Waldrändern, in lichten Gebüschen und auf sonnigen Wiesen, wo sie ihre kunstvollen Radnetze zwischen Gräsern und Sträuchern spannt. Ihr Vorkommen unterstreicht, wie wertvoll strukturreiche Landschaften für die heimische Artenvielfalt sind.

Lebensraum und Besonderheiten

Die Streifenkreuzspinne bevorzugt sonnige, trockene Standorte, mit einem reichen Angebot an Fluginsekten. Besonders häufig lässt sie sich in Gebieten mit abwechslungsreicher Vegetation beobachten. Typisch für die Art ist ihr ausgeprägtes Längsstreifenmuster, das sie inmitten von Gräsern und Blütenständen perfekt tarnt. Wie alle Kreuzspinnen baut sie ein filigranes Radnetz, in dem sie geduldig auf Beute wartet. Wird ein Insekt gefangen, reagiert sie blitzschnell und überwältigt es mit einem gezielten Biss. Auffällig ist zudem ihr Verhalten bei Gefahr: Sie lässt sich ruckartig an einem Sicherheitsfaden fallen oder bringt das Netz durch schnelle Bewegungen zum Schwingen, um Feinde zu irritieren.

Bedeutung und Schutz

Als geschickte Jägerin trägt die Streifenkreuzspinne wesentlich zur Regulation von Insektenpopulationen bei und ist damit ein wichtiger Bestandteil naturnaher Ökosysteme. Ihre Wahl zur Spinne des Jahres 2026 soll darauf aufmerksam machen, wie wichtig strukturreiche Offenlandschaften, Hecken, Waldränder und blütenreiche Wiesen für viele Spinnenarten sind. Der Verlust solcher Lebensräume durch intensive Landwirtschaft, Flächenversiegelung oder monotone Grünflächen führt dazu, dass auch die Streifenkreuzspinne seltener wird. Wer ihr begegnet, entdeckt nicht nur eine ästhetisch beeindruckende Spinne, sondern auch ein Symbol für den Wert vielfältiger Kulturlandschaften.

Quelle: ARAGES e.V.

Foto: Julia Lamprecht – Oekoteam