Mit Kindern in den Wald

IM FRÜHLING MIT KINDERN DEN WALD ENTDECKEN

Die Deutschen und ihr Wald: das ist schon eine besondere Beziehung. Gerade jetzt, wo der Frühling naht, trifft man dort nicht nur Gassi-Geher, Jogger und Radfahrer, sondern auch die ersten ausgeschlafenen Tiere und neugierigen Frühblüher. Wer in den Wald aufbricht, entdeckt dort z.B. die Birke, die hierzulande als erster Laubbaum ihr Frühlingskleid besitzt. Der Wald ist auch ein idealer Abenteuerspielplatz für große und kleine Entdecker. Auf einem liegenden Baumstamm lässt sich gut balancieren üben und aus robusten Stöcken lassen sich Pfeil und Bogen bauen. Die frische Luft ist zudem gut für den Körper und das seelische Wohlbefinden.

Dass dieser einzigartige Lebensraum erhaltenswert ist, darauf macht am 21. März der Internationale Tag des Waldes aufmerksam. Für Familien mit Kindern werden an diesem Tag in vielen Wäldern Mitmachaktionen angeboten. Für den Erhalt und die schonende Nutzung unserer Wälder steht die Waldschutzorganisation PEFC. Sie formuliert Regeln für den Umgang des Menschen mit dem Wald und setzt ökologische, ökonomische und soziale Standards für eine nachhaltige Bewirtschaftung unserer Wälder. In Deutschland sind bereits knapp 70 Prozent der Wälder PEFC-zertifiziert. Was Eltern und Kinder im Wald alles entdecken können, zeigt das PEFC-Waldposter, welches von allen Leserinnen und Lesern kostenlos unter pefc.de/waldposter bestellt werden kann.  

Waldposter für jüngere Schulkinder

Kindergarten- und Grundschulkinder können sich anhand des Posters mit der Herkunft von Holz beschäftigen und auf spielerische Art den Wald besser kennen lernen. Durch die zahlreichen Details und die weiterführenden Informationen auf der Rückseite bleibt das Waldposter auch für ältere Kinder lange interessant.

Vier Tipps für einen Ausflug mit Kindern in den Wald

1. Entdeckerfreuden wecken

Bücher oder Apps eignen sich zur Bestimmung von Pflanzen, Pilzen und Tieren – mit Lupe und Fernglas wird das Entdecken besonders spannend. Vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (www.bmel.de) gibt es mit der „Waldfibel“ eine App für Smartphones. Bei einem interaktiven Spaziergang können Baumarten bestimmt oder im Waldquiz das Wissen getestet werden.

2. Ein Ort für Abenteuer und Kindergeburtstage

Der Wald kann an Böschungen ein Klettergarten sein, man kann in ihm einen Hindernislauf veranstalten, auf einem fest liegenden Baumstamm das Balancieren üben und aus biegsamen Ruten einen Flitzebogen bauen. Geeignet sind etwa Esche, Ahorn und Haselnuss. Sofern es die Corona-Regeln erlauben, dürfen Kinder auf öffentlichen Waldplätzen auch Geburtstag mit Freunden feiern.

3. „Waldmemory“ spielen

Beim „Waldmemory“ wird auf dem Waldboden eine Picknickdecke ausgebreitet, auf der die Erwachsenen einige im Wald gesammelte Gegenstände auslegen. Dies können Fichtenzapfen, Eicheln, Bucheckern, Steine oder Blätter verschiedener Bäume sein. Die Gegenstände werden zusammen mit den Kindern betrachtet und namentlich bestimmt. Nachdem sich die Kinder die Dinge eingeprägt haben, dürfen sie in fünf Minuten möglichst viele der Sachen im Wald sammeln. Danach werden die Funde präsentiert. Wer am meisten Elemente gefunden hat, gewinnt.

4. Haselnüsse sammeln und daraus Brotaufstrich mixen

Eltern und Kinder können im Wald Haselnüsse sammeln und daraus einen Brotaufstrich mixen. Dazu braucht man:

  • 100 g Butter
  • 100 g Haselnusskerne
  • 1 EL dunkles Kakaopulver
  • 1 EL Honig
  • 1 EL Zucker
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • Nussknacker, Handmühle oder Elektromixer
  • Kochtopf und -löffel
  • 1 sauberes Marmeladenglas

Zubereitung:
Nüsse knacken, fein mahlen. Zutaten in Topf geben, auf kleiner Flamme erhitzen, bis sie miteinander verschmelzen. Warme Creme ins Glas füllen und es verschließen. Im Kühlschrank ca. 2 Wochen haltbar.


(Quelle: Frank u. Katrin Hecker: Naturführer für Kinder: Bäume und Sträucher, Verlag Eugen Ulmer 2019)